25.06.2017
Landwirtschaft - Quo Vadis?!
 
Eine Frage, die Politiker unserer landwirtschaftlich geprägten Region interessieren muß!
 
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Für den Abend des 21.06.2017 hatten die CDU Verbände Treuenbrietzen, Brück und Niemegk zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen. Ihre Teilnahme als Gast und Diskussionspartner hatten insbesondere zugesagt
  • Dieter Dombrowski, CDU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, sowie
  • Alexander Waschetzko, Bürgermeisterkandidat für Treuenbrietzen
Den Auftakt bildete bereits am Nachmittag die Besichtigung der
 

Bardenitzer Agrargesellschaft mbH.
 
Hierzu hatten, wie das Bild zeigt, einige Teilnehmer auch ihre Kinder mitgebracht, welche sich die Gelegenheit nicht nehmen liesen, den Ursprung ihrer täglichen Tasse Milch hautnah kennen zu lernen.
 
Und genau mit diesem Hauptprodukt der Agrargesellschaft wurden alle Gäste begrüßt,

... mit einer köstlichen Tasse Milch.
 
Die Vorsitzende der Agrargesellschaft, Frau Guhl, informierte über den Betrieb ... und die täglich zu lösenden Probleme. Hierbei kamen natürlich auch ungünstige Arbeitsbedingungen (z.B. noch immer ungenügende oder gar fehlende Anbindung an das Internet in vielen Orten) und z.T. existenzielle Probleme für die gegenwärtigen Landwirtschaftsbetriebe zur Sprache; darunter auch solche, wo Politiker rechtliche Regelungen vorbei an der Lebenswirklichkeit getroffen haben.
 
Insgesamt also ein guter Auftakt für die nachfolgende Diskussion am Abend.
 
Dann war es soweit, die eigentliche Besichtigung wurde gestartet. Über diese Besichtigungstour in der Bardenitzer Agrargesellschaft mbH am 21.06.2017 nachfolgend einige Bilder, die sagen bekanntlich mehr als tausend Worte:
(Mit einem Mausklick kann jedes dieser Bilder vergrößert werden!)          

 

 

 

 

 

 

 

 

 
In der Hoffnung, dass diese Besichtigung und die hierbei aufgezeigten Probleme bei den anwesenden Politikern etwas im positiven Sinn bewirkt haben möge, verabschiedet die Vorsitzende der Agrargesellschaft, Frau Guhl, ihre Gäste in die nachfolgende, abendliche Diskussionsrunde.
 

Hier endete der erste Veranstaltungsteil        
 
Der zweite Teil dieser Veranstaltung,
 
die abendliche Diskussionsrunde, wo unser Bürgermeisterkandidat wiederum live erlebbar war, fand in der "Alten Poststube" vom Linther Hof in Linthe statt.
(Die Kinder gehören zu dieser Zeit natürlich ins Bett und wurden von anderen Gästen, welche Nachmittags verhindert waren, ersetzt.)
 

(© Dieses Foto der Diskussionsrunde wurde mit freundlicher Genehmigung von Frau Anja Schmollack ihrer Facebook-Seite entnommen)
 
Es wurde, um jeden Gast zu Wort kommen zu lassen und der Vielzahl von anzusprechenden Problemen gerecht zu werden, eine recht langwierige, aber auch inhaltsreiche Diskussionsrunde. Nach Begrüßung der Gäste durch den Bürgermeisterkandidaten, Alexander Waschetzko, erhielt der Vizepräsident des Brandenburger Landtages und Mitglied im Ausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, Dieter Dombrowski, das Wort zu einer längeren Einführung in die Problematik der aktuellen Entwicklung der Landwirtschaft im Land Brandenburg.
 
 
Dann meldeten sich in angeregter Stimmung die übrigen anwesenden Gäste zu Wort.
Wie diese abendliche Gesprächsrunde letztlich dann einzuschätzen ist, dazu können wir aus dem Beitrag der an der Diskussion anwesenden Fraktionsvorsitzenden der CDU in der Stadtverordnetenversammlung von Treuenbrietzen, Frau Anja Schmollack, von ihrer Facebook-Seite zitieren:
 
Landwirtschaft - Quo Vadis?!
fragten wir uns gestern, gemeinsam mit Dieter Dombrowski MdL und ich weiß gar nicht, wo ich ansetzen soll und welcher Schuh am meisten drückt ...
 
...angefangen von der fehlenden Anbindung an das Internet in vielen Orten, die den Landwirten das Stellen der nötigen Förderanträge erschwert, die ohnehin kompliziert sind und zudem zwingend online einzureichen sind.
 
Über die Problematik, dass Förderungen zum großen Teil nur auf die Bewirtschaftungsfläche ausgelegt sind und damit nicht nur ein Kampf zwischen den Landwirten um jene entbrennt, werden dadurch die Tiererzeuger in der Fördermittelvergabe logischerweise benachteiligt. Eine tatsächliche Ungleichbehandlung, bedenkt man, dass es das Tierwohl gebietet, eine vernünftige Finanzbasis zu haben.
 
Weiter geht es mit unsinnigen Vorschriften, z.B. dass Landfahrzeuge Fahrtenschreiber und damit Ruhezeiten vorgeschrieben haben. ...fernab jeder Realität.
 
Ebenso haben die Imker nicht nur das Problem ihrer sterbenden Völker, sondern auch rein praktikable Probleme, wie z.B. dass es nur eine Qualitätsstelle in Brandenburg gibt. Die Vorschriften zur Bienenwanderung stehen derzeit zur Novellierung an. Die Biene ist neben Schwein und Rind das wichtigste Nutztier in Deutschland. Deshalb ist es umso wichtiger bienenfreundliche Bepflanzungen vorzunehmen.
 
Natürlich waren auch Biber und Wolf Thema sowie die Diskrepanz zwischen Wasserverbänden, Naturschutzbehörde und Landwirten Thema, die vielerorts nicht nur die Weidehaltung erschweren, sondern auch zu einer vorsätzlichen "Nassen Enteignung" führen.
 
Einen herzlichen Dank an Frau Guhl vom Agrarbetrieb in Bardenitz für die interessante und anschauliche Führung durch ihren Betrieb bei der es nicht nur etwas zu sehen sondern auch zum kosten gab, nämlich frische Milch direkt von der Kuh im Stall nebenan. Kein Vergleich zur H-Milch in den Läden!
 
Ich muss mal wieder zur Milchtankstelle nach Dietersdorf
 
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