12.03.2017
Treuenbrietzener Verwaltungsumgang mit Bürgern???
... oder nur ein einzelnes "schwarzes Verwaltungsschaf"?

 
(Zur Verunglimpfung von Bürgern durch Treuenbrietzener Verwaltungsmitarbeiter auf facebook)
Soziale Netzwerke, wie facebook & Co. sind aktuell in aller Munde, nicht zuletzt auch, weil mancher Zeitgenosse meint, auf diesem Weg ungestraft verleumden, verunglimpfen oder beleidigen zu können. Doch das Internet ist kein rechtsfreier Raum.
Besonders bedenklich wird es, wenn Mitarbeiter einer öffentlichen Verwaltung meinen, auf diesen Zug aufspringen zu dürfen, wenn sie Probleme mit der freien Meinungsäußerung Andersdenkender haben.
 
Es ist nachvollziehbar, dass Verwaltungsangestellte nicht gerade erfreut sind, wenn ihre Wohltaten gegenüber den Bürgern von diesen nicht nur nicht ehrfurchtsvoll anerkannt, sondern mittels Bürgerentscheid nachdrücklich abgelehnt werden.
Obwohl, ist nicht die Verwaltung als Dienstleister für die Bürger da - und nicht umgekehrt?
Wenn allerdings ein Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Verwaltung die sachlich-kritischen Meinungsäußerungen Andersdenkender als Gebaren "tollwütiger Hunde" bezeichnet und die Bürger selbst als "Pinscher" verunglimpft, ist dieser Mitarbeiter nach unserem Verständnis in einer deutschen öffentlichen Verwaltung eine eklatante Fehlbesetzung.
 
Doch betrachten wir die Geschichte der Reihe nach:
 

Auszug aus der facebook-Seite von Frank Simon (Vergrößern mit Mausklick)
 
Ein User mit dem Benutzername Karl Silbergrau informierte am 05.03.2017 um 17:34h als Gast auf der facebook-Seite unserer Bürgerinitiative in einem längeren Beitrag über das von ihm beobachtete und für ihn gewöhnungsbedürftige, weil irgendwie seltsame Gebaren auf der 18,5m langen Baustelle in der Berliner Chaussee. Diesen Beitrag fand das Mitglied unserer Bürgerinitiative, Frank Simon, auf Grund eigener Beobachtung dieser Straßenbaustelle direkt vor seiner Haustür so zutreffend, dass er ihn am 08.03.2017 um 15:39h auf seine facebook-Seite übernahm (teilte) und dazu sachlich feststellte:
 
"Ein echt rasantes Bautempo: 18,5m Straße mit Durchlass für einen schmalen Wassergraben, in nur 9 Monaten!! Da sind die Bauleute auf dem Flughafen ja echt schnell ........"
 
Nur 28 Minuten später, exakt um 16:07h kommentierte Herr Thomas Boje, Mitarbeiter im Treuenbrietzener Rathaus, dies mit den Worten:
 
"... vielleicht hilft es ja, wenn der Herr Silbergrau die Vertrauenspersonen der Bürgerinitiative zum aktuellen Stand befragt. Die sitzen Ende März mit Planerin und Stadtverwaltung zusammen um die weiteren Schritte abzustimmen."
 
Bei den beiden Vertrauenspersonen der BI-B2 handelt es sich um zwei ehrenwehrte Bürgerinnen der Stadt Treuenbrietzen, welche man nicht abwertend mit „Die sitzen Ende März“ behandeln sollte. Unsere Altvorderen würden hier vermutlich festgestellt haben, "da kann Jemand hervorragend seine gute Kinderstube verbergen".
Als Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, im Rathaus der Stadt Treuenbrietzen tätig, sollte Herr Boje mit den allgemeingültigen Umgangsformen und der deutschen Sprache vertraut sein. Sein hier gezeigtes Verhalten entspricht in keiner Weise den üblichen Umgangsformen und seiner Wohlverhaltenspflicht als Rathausmitarbeiter.
 
Neben der u.E. herablassenden Sicht dieses Verwaltungsmitarbeiters auf den gemeinen Bürger ist sein Kommentar auch sachlich unzutreffend. Der Beitrag des facebook-Users war vom 05.03.2017, also von
Anfang März.
Wie Herr Boje in seinem Kommentar selbst bekannt gab, sollten die beiden Vertrauenspersonen
ENDE März
über die Problematik informiert werden. Wie also sollen sie dem facebook-User Karl Silbergrau eine Antwort geben, die sie selbst noch gar nicht kennen. Damit entlarvt sich der "gut gemeinte Hinweis" des Herrn Boje als kein gut gemeinter Hinweis - oder konnte Herr Boje diesen zeitlichen Zusammenhang nicht erkennen? Als Mitarbeiter einer öffentlichen Verwaltung???
 
Und eine weitere, grundsätzliche Fragen drängt sich bei diesem Kommentar geradezu auf:
 
Ist es in der Treuenbrietzener Stadtverwaltung üblich, dass Rathausinterna in die Welt posaunt werden - oder, um es korrekt zu formulieren, dass Verwaltungsmitarbeiter den Inhalt offizieller Schreiben (hier: Einladung des Bürgermeisters an die Vertrauensfrauen der Bürgerinitiative) im Internet publizieren,
bevor
diese Schreiben den Betroffenen selbst zugestellt werden?
 
Aber es kommt noch "besser":
 
Bürger, welche die als überaus lange empfundene Bearbeitungszeit einer Straßenbaustelle (rd. 6 Monate für 18,5m !!!) beanstanden - ohne dabei irgendwie unhöflich oder gar beleidigend zu werden - werden von Herrn Boje (Mitarbeiter der zuständigen öffentlich-rechtlichen Verwaltung) mit "tollwütigen Hunden" gleichgesetzt.
Natürlich wurde dieser herabwürdigende Vergleich des Mitarbeiters der Stadt Treuenbrietzen gegenüber Bürgern von diesen zurückgewiesen. Spätestens jetzt hätte man von einem Verwaltungsmitarbeiter eine höfliche Entschuldigung für seine Entgleisung erwarten dürfen. Nicht so bei Herrn Boje. Er legt mit einem Schimpfwort noch eins drauf:
 
 
"Pinscher", eigentlich eine Hunderassse, ist der herabwürdigende, verächtliche Ausdruck für einen - in den Augen des Beleidigers - unbedeutenden Menschen; in diesem Fall der herabwürdigende, verächtliche Ausdruck für einen einfachen Bürger aus der Sicht dieses Verwaltungsmitarbeiters der Stadt Treuenbrietzen.
 
Und im Übrigen:
Bei den Mitgliedern der BI-B2 handelt es sich nicht um „tollwütige Hunde“, welche die Verwaltung oder Herrn Boje persönlich „angreifen“ und auch nicht um „Pinscher“, welche er mit Namen benennen soll, sondern um Bürger dieser Stadt. Viele von Ihnen haben so einiges für diese Stadt geleistet und sollten mit entsprechendem Respekt behandelt werden.
 
Es wird interessant sein, die Reaktion der zuständigen Verwaltungsleitung zu beobachten, wenn diese in den nächsten Tagen mit dieser Angelegenheit ganz offiziell konfrontiert werden wird.
 
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