29.09.2016
Offener Brief
an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg,
Herrn Dr. Woidke (SPD)

zum Unmut der Bürger über die Verwaltung bei ihren Bemühungen für den Erhalt der bestehenden Radwege und der Ampel

 
Wie Sie den vorangegangenen Beiträgen auf unserer Internetseite entnehmen können, wird die von den Bürgern abgelehnte Beseitigung der Radwege in der Berliner Chaussee und deren Ersatz durch sogen. Schutzstreifen sowie der Ersatz der behindertengerechten Bedarfsampel vor der Schule, unweit vom Seniorenheim und einem Kindergarten durch einen Zebrastreifen von der Verwaltung weiterhin verfolgt. Die dazu vom Landesbetrieb Straßenwesen und Vertretern des zuständigen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) gegebenen Begründungen können in keiner Weise überzeugen. Die täglichen Erfahrungen besagen nämlich genau das Gegenteil dessen, was man versucht, ihnen als Begründung einzureden.
Insbesondere die Tatsache, dass in dem Bereich der B2-Ortsdurchfahrt, wo diese Einrichtungen (Radwege und Ampel) vorhanden sind, im Verlauf der letzten Jahrzehnte keinerlei Unfälle mit Radfahrern oder Fußgängern zu verzeichnen waren, während es auf der B2 im Nachbarbereich, wo anstelle separater Radwege solche Schutzstreifen auf den Asphalt gemalt wurden, einige solcher Unfälle gegeben hat, steht im krassen Widerspruch zu den gegebenen Begründungen.
Man fragt sich unwillkürlich, ob in diesem, bisher für Fußgänger und Radfahrer unfallfreien Bereich, durch Anpassung an den unfallträchtigen Nachbarbereich zukünftig auch hier solche (Verkehrs-)Opfer in Kauf genommen werden sollen? Und was steckt hinter diesem Plan?
 
Oder vermögen Sie nachzuvollziehen, dass die Übertragung einer unfallträchtigen Situation auf einen bisher unfallfreien Bereich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt?
 
Das Beharren der Verantwortlichen auf dieser, von den Bürgern nicht nachvollziehbaren Absicht, schafft reichlich Misstrauen und fördert neben Spekulationen über die wahren Absichten ganz zwangsläufig die (auch bei Wahlen im Land Brandenburg zunehmend deutlicher zu beobachtende) Suche nach politischen Alternativen.
 
Da unsere Bürgerinitiative nach 3 Wochen noch keine Antwort auf den Brief an die zuständige Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung erhalten hat und die Zeit angesichts des beabsichtigten Baubeginns drängt, haben wir eine Äußerung des Bürgermeisters in der Einwohnerversammlung am 12.09.2016 wörtlich genommen und uns in einem offenen Brief nun an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg gewandt.
 
Den vollständigen Wortlaut dieses Briefes können Sie [hier] nachlesen.
 
 
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