23.06.2016
Treuenbrietzener Bürgerverein stützt Position der Bürgerinitiative ???
Überraschende Wende - oder nur ein sprachliches Eigentor?

 
Unsere Bürgerinitiative hatten in den zurückliegenden Tagen und Wochen auf vielfältige Weise (persönliches Gespräch, Flyer, Pressezuschriften oder diese Internetseite) versucht, mit für Jedermann nachprüfbaren Fakten über die Probleme und negativen Konsequenzen zu informieren, die sich für den "einfachen Bürger" aus dem beschlossenen Umbau der B2 und des Berliner Dreiecks ergeben.
 
Und die Bürger mußten auch über einige Fallstricke informiert werden, die dazu führen können, dass der Bürger resigniert aufgibt oder gar genau das ankreuzt, was er NICHT will:
  • Gestaltung des Abstimmungsscheines
    Dessen Rückseite wurde wegen der extrem kleinen Schrift von vielen älteren Mitbürgern als Antrag zu Briefwahl oder als Antrag zur Beteiligung an der Abstimmung fehl-interpretiert.
  • Die Fragestellung selbst, über die zu entscheiden ist
    Wer gegen den Beschluß vom 14.12.2015 ist, muß mit JA stimmen (Wieso das ???). Weil Sie bei der Abstimmung nicht gefragt werden, ob Sie für oder gegen den Beschluß sind, sondern vereinfacht:"Soll der Beschluß von den Bürgern abgelehnt werden?"
  • Erklärung des Herrn Beeg (Amtsperson), dass der über Jahrzehnte unfallfreie Radweg in der Berliner Chaussee gefährlich sei und durch eine sichere, gestrichelte Linie auf der Straße (so, wie am Rathaus) ersetzt werden muß. Seinem angeblichen Beleg von nur 1 Unfall seit 2004 auf diesem "Schutzstreifen" steht allerdings die schriftliche Erklärung der Treuenbrietzener Verwaltung von 24(!!!) Unfällen zwischen 2010 und 2014 entgegen.
 
Wir sind der Meinung, nur ein informierter Bürger kann seine Interessen beim Bürgerentscheid am kommenden Sonntag (26. Juni 2016) auch souverän vertreten.
 
Deshalb informieren wir z.B. diejenigen, die dagegen sind, dass ihre Steuergelder in einer bürgerunfreundlichen Luxussanierung der B2 "verpulvert" werden, dass sie für die Aufhebung dieses Beschlusses (also mit JA) stimmen sollten.
 
Natürlich müssen dann die anderen Bürger, die dafür sind, dass ihr Geld verpulvert wird (gibt es die überhaupt?), logischerweise mit Nein stimmen, wozu auch auf dem heute vom Treuenbrietzener Bürgerverein e.V. verteilten Flyer aufgefordert wird:
 
Flyer Titelseite
Kopie der Titelseite des vom Treuenbrietzener Bürgerverein e.V. (TBV) per Posteinwurf veröffentlichten Flyers
 
Dieser Meinungsumschwung des TBV kommt für uns ganz überraschend, ist doch Herr Michael Knape (ja, der amtierende Bürgermeister!) Vorsitzender dieses Vereins. Als Unterstützung unserer Forderungen ist dieser Meinungsumschwung aber durchaus willkommen. Wir wissen allerdings nicht, warum der TBV hierbei eine derart unübliche, weil unnötig komplizierte Fragestellung gewählt hat.
 
Auch die Rückseite des Flyers unterstützt unsere Position:
 
Flyer Rückseite
Kopie der Rückseite des vom Treuenbrietzener Bürgerverein e.V. per Posteinwurf veröffentlichten Flyers
 
Nur wer will, das dieser Zustand hier in Treuenbrietzen (Bilder links oben) so bleibt, ist vom TBV aufgefordert, mit Nein zu stimmen. Auch wer will, dass dieser, u.a. in der mehrjährigen Amtszeit des gegenwärtigen Bürgermeisters so vernachlässigte Ortseingang so bleibt, ist aufgefordert, mit Nein zu stimmen.
 
Wer das alles aber nicht will und wer möchte, dass diese vernachlässigten Stellen schnellstens repariert werden, darf dann logischerweise am Sonntag (26.06.2016) nicht mit Nein stimmen - sondern mit
JA !!!
 
Diese (vom TBV zwar etwas sehr umständlich formulierte) Aufforderung können wir nur unterstreichen!!!
 
Abschließend noch ein freundlicher Hinweis an die Gestalter dieses Flyers:
Es ist durchaus verständlich, dass Ihr Fotograf, angesichts jahrzehntelanger Unfallfreiheit auf beiden Radwegen am Berliner Dreieck, nicht auf den irgendwann möglichen ersten tatsächlichen Unfall warten wollte. Schließlich sollte der Flyer ja noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Sie hätten ihn aber hilfsweise darauf hinweisen können und auch müssen, dass er im Innenstadtbereich von Treuenbrietzen, dort, wo gestrichelte Linien den Radfahrer schützen sollen, sehr viel schneller zu einer aussagefähigen, weil realistischen Aufnahme gekommen wäre. Das hätte ihm die Peinlichkeit erspart, den Flyer mit einem Foto zu "zieren", das für nahezu jeden als gestellte Aufnahme erkennbar ist.
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