19.06.2016
Eine kritische Stimme aus dem Volk

 
Für unsere Besucher haben wir mit dem Postkasten (links oben) eine Möglichkeit geschaffen, uns ihre Fragen, Hinweise und Beurteilungen zum Ausbaubeschluß an der B2 im Sinne einer freien Meinungsäußerung mitzuteilen. So fragte uns bereits vor einigen Tagen ein Bürger, wer für Schäden aufkommt, die am Privateigentum durch Schwerlastverkehr entstehen, wenn diese Brummis wegen Baustellen oder Stau die B2 verlassen und "über die Dörfer" das Hinternis umfahren. (Siehe unser Beitrag auf dieser Internetseite unter dem 02.06.2016) Wir mußten diesem Bürger leider mitteilen, wie kompliziert und schwer ein Verfahren gegen den Träger der Straße ist, um ein Benutzungsverbot gegenüber Schwerlastverkehr zu erwirken und um wieviel schwerer noch, bei Gericht eine Schadensersatzforderung durchzusetzen (Ausgang ungewiß).
 
Heute meldete sich mit Herrn K. aus Treuenbrietzen ein weiterer Besucher, diesmal mit einem vernichtenden Urteil über den Beschluß vom 14.12.2015 und die dafür Verantwortlichen. Wir bedanken uns für seine offene Meinungsäußerung, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Seine Formulierungen haben wir nur leicht gekürzt und somit nahezu unverändert übernommen:
 
Zu besagtem Beschluss kann ich nur sagen "Dümmer gehts nimmer". Wer so mit den Problemen seiner Bürger umgeht und derart bürgerferne Politik betreibt, hat in den entsprechenden Gremien mit Sicherheit nichts zu suchen. Als Anwohner an der B2 habe ich diesbezüglich mehrfach Probleme an den Bürgermeister herangetragen mit der Bitte tätig zu werden, leider jedoch vergeblich. Zuletzt ging es um die fehlende Beschilderung der B2 aus Richtung Wittenberg, betreffend Tempo 30 für LKW von 22-06 Uhr. Es ist ihm seit Februar bekannt, aber es ist nichts passiert.
Ich kann noch mehr Beispiele anführen.
 
Abschließend ein paar Worte zum Blickpunktartikel vom 11.06.16 Seite 2 mit der Überschrift "Mehr Sicherheit". Wenn der Verfasser, Herr Beeg, die Sicherheit der geplanten "provisorischen Radwege" [amtliche Bezeichnung "Schutzstreifen"] hervorheben will, frage ich: Warum werden außerorts externe Radwege gebaut?
 
Zur Unfallauswertung: Unfälle konnten bisher nur vermieden werden, weil in Treuenbrietzen, selbst im Innenstadtbereich, mit Wissen aller zuständigen Verantwortlichen (der Polizei, Bürgermeister,Ordnungsamt etc.) seit Einrichtung der "provisorischen Radwege" toleriert wird, das eben nicht nur Kinder, sondern in großem Maß auch die Erwachsenen lieber den Bürgersteig als das Provisorium Radweg benutzen; in diesem Fall auch gut so, sonst hätten wir eine erschreckende Bilanz.
 
Dieser geplante B2 Umbau ist eine Farce und zeigt nach meiner Überzeugung, das an dessen Entstehung Leute mitgewirkt haben, denen man Inkompetenz im größten Maß bescheinigen muß. Aus meiner Sicht ist dieser Umbauplan eigentlich nur für die "Ablage Blau". Hoffentlich nimmt die Tonne das überhaupt an.
 
Abschließend noch ein Satz zum geplanten Bau von Verkehrsinseln. Selbige haben immer einen riesigen Negativeffekt, da nach Passieren der Inseln durch die Fahrzeugbeschleunigungen ein überdimensionaler Abgasausstoß und eine nicht mehr vertretbare Lärmbeläsigung eintritt.
 
Ich könnte noch an -zig Beispielen aufzeigen, das man diesen Plan ganz einfach in die "Ablage Blau" bringen muß.
 
Mit freundlichen Grüßen
K...

 
Sehr geehrter Herr K.,
wir verstehen Ihre Verärgerung über die Arbeitsweise sowohl der Stadtverwaltung als auch jener für den Beschluß verantwortlichen Stadtverordneten. Wie Sie unserer Internetseite entnehmen können, sind auch wir u.a. mit dem Inhalt des Beschlusses vom 14.12.2015 und der Art, wie hier das gesetzlich verbriefte Mitspracherecht der Bürger ignoriert wurde, nicht einverstanden. Am 26. Juni 2016, also am kommenden Sonntag, haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrer JA-Stimme dazu beizutragen, diesen Beschluß in die - wie Sie es ausgedrückt haben - "Ablage Blau" zu entsorgen. Und wenn Sie auch noch Ihre Nachbarn davon überzeugen können, es Ihnen gleich zu tun, bestehen gute Aussichten, dass dieser Beschluß zeitnah in den Abfallkalender 2016 des Landkreises Potsdam-Mittelmark aufgenommen wird.  
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