14.06.2016
Bardenitz, Brachwitz, Niebel, Niebelhorst, Klausdorf ... sie kommen!

 
In der Märkischen Allgemeine vom 19.05.2016 war es bereits angekündigt:
 
An den beiden letzten Wochenenden im Mai drohen auf dem südlichen Berliner Ring (A10) und dessen Umfeld lange Staus."
 
Wer heute bei diesem schönen Wetter einen Ausflug in nördlicher Richtung gemacht hat und hierbei die Landstraße (B246) von Beelitz in Richtung Zauchwitz, Trebbin benutzte, hatte einen Anblick, den er dort nie erwartet hätte und ihm deshalb lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird. Die Fahrzeuge aus Richtung Zauchwitz standen vor der Ampel an der Kreuzung der Umgehungsstraße von Beelitz und warteten auf die Freigabe ihrer Richtung. Es waren aber nicht die dort sonst üblichen 3 bis 5 Fahrzeuge, hinter ihnen standen über 800 weitere Fahrzeuge, meist Pkw, in der prallen Sonne und hofften auf eine baldige Weiterfahrt. Ein Unterstützer unserer Bürgerinitiative konnte dies heute auf seinem Weg von Treuenbrietzen nach Stücken live erleben. Als er gegen 14h am Ortseingang von Zauchwitz die B246 in Richtung Stücken verlies, war das Stauende noch nicht zu erkennen. Von der Kreuzung in Beelitz bis nach Zauchwitz sind es 7 km, auf denen die Fahrzeuge wirklich Stoßstange an Stoßstange (wie sonst nur an Kreuzungen üblich) STANDEN !!!
 
Ursache für diesen Mega-Stau war nicht die mit einem solchen Ansturm ganz natürlich überforderte Ampel in Beelitz. Diese Ampel funktionierte zuverlässig, wie sonst auch. Ursache war eine bewusst auf das Wochenende gelegte teilweise Sperrung der Kilometer entfernt liegenden A10 wegen Wartungsarbeiten. Wahrscheinlich hatte man nicht mit diesem sonnigen Wetter gerechnet, welches zu einer Fahrt ins Grüne geradezu eingeladen hat. Bereits um 11h war für den stau-auslösenden Autobahnabschnitt gemeldet worden:
     
  • A10 Südlicher Berliner Ring: Schönefelder Kreuz » AD Potsdam
    Zwischen AD Nuthetal und AS Michendorf 2 km Stau
 
An einem Werktag wäre dieser Ausweich-Stau auf der B246 wegen der dann verkehrenden vielen Lkw noch um Einiges schlimmer gewesen.
 
Was wollen wir damit sagen?
 
Die Bestrebungen, einen Stau zu umfahren, sind ganz natürlich und durch den massenhaften Einsatz von Navis auch ganz einfach geworden. Welche Ausweichroute werden wohl die vielen Brummis nehmen, wenn die mit den am 14.12.2015 beschlossenen Umbaumaßnahmen an der B2 in Treuenbrietzen quasi organisierte Stau-Falle zuschlägt?   (Einzelheiten dazu finden Sie unter dem Menüpunkt "Straßenverlauf")
 
Schauen Sie auf die Karte! Welchen Ausweg wird wohl das Navi weisen?
Richtig!   -   Sie haben es erkannt:
 

Bardenitz, Brachwitz, Niebel, Niebelhorst, Klausdorf ... wir kommen!
 
aus nördlicher Richtung:
  • bis Buchholz auf der B2, dann auf die L80 bis Kemnitz, weiter auf der L812 durch Bardenitz und Klausdorf (Pkw werden wohl anstelle bis Klausdorf den direkten "Bardenitzer Weg" nutzen) und weiter über die B102 an das südliche Stauende in Treuenbrietzen (Verkehrsinsel) - fertig! Stau umfahren!
  • Eine Alternative wäre, nicht schon in Buchholz von der B2 anzubiegen, sondern über Niebel und Niebelhorst auf die L812 und dann weiter, wie o.a. über Buchholz usw.
  • Eine westliche Umfahrung des Treuenbrietzner Staus (man sollte sich vielleicht schon mal an diesen Begriff gewöhnen) wäre auch über Brachwitz, Mühlenfließ, Linthe und zurück an das südliche Stauende über Nichel möglich, wegen der längeren Umwegstrecke aber weniger zu erwarten.
  •  
    aus südlicher Richtung:
     
  • Hier treffen dieselben Ausweichrouten zu, nur in umgekehrter Richtung.
 
Und das alles nur, weil die Verantwortlichen in Treuenbrietzen in Kooperation mit der Straßenbauamt in Potsdam über jene am 14.12.2015 beschlossene 12m breite, langgestreckte Verkehrsinsel und die sich anschließende, 3m breite Mittelinsel solche Staus geradezu organisieren. Durch jene steuerfinanzierten Bauten zur Trennung der beiden Fahrbahnen wird zukünftig jeder Überholvorgang (z.B. vorbei am haltenden Postauto oder an einem von den Anwohnern herbeigerufenen Krankenwagen oder ... oder ...) verhindert.
Ach ja, wäre fast vergessen worden, die Radfahrer sollen - verkehrsberuhigend - dort zukünftig auch auf dieser Fahrbahn fahren. Ob das einen Stau verhindern hilft oder noch fördert? - Sie werden sich eine eigene Meinung dazu machen.
 
 
Denken Sie bitte daran:
In diesen Tagen erhalten die stimmberechtigten Bürger von Treuenbrietzen und seinen eingemeindeten Ortschaften ihre Abstimmungsbenachrichtigung für den 26. Juni 2016. Sie haben zu entscheiden:
 
"Soll die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss V 0049/15 vom 14.12.2015 ändern und die Verwaltung beauftragen, das Vorhaben unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger neu zu konzipieren?"
 
Nur wenn diese Forderung der Bürgerinitiative am 26.Juni die erforderliche Anzahl von Zustimmungen erhält, wenn also die Bürger mehrheitlich mit JA stimmen, kann dieses Szenario (Stau und Stau-Umfahrung) quasi in letzter Sekunde noch verhindert werden. Andernfalls dürfte es auch mit der idyllischen Ruhe und der reinen Luft in den kleinen Ortschaften entlang möglicher Umgehungswege endgültig vorbei sein.
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